Diese Theorie […] beruht auf dem Postulat, dass Kriminalität in der sozialen Desorganisation wurzelt und ein Ausdruck dieser Organisation ist. Eine Gruppa kann kriminelles oder antikriminelles Verhalten zum Ziel haben. Die meisten Gemeindenenthalten Strukturelemente kriminellen wie antikriminellen Verhaltens. In diesem Sinne ist die Kriminalität ein Ausdruck der differentiellen Gruppenorganisation.
— E.H.Sutherland: Die Theorie der differentiellen Kontakte; In: Fritz Sack und René König (Hg.) Kriminalsoziologie, 3. Auflage, 1979: 399